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Drogenberatung                                                                                                                                        

Kurzer Überblick über die wichtigsten Rauschdrogen:

          Cannabis, Ecstasy, LSD, Heroin, Kokain, Schnüffelstoffe

Cannabis:

Aus "Cannabis sativa" (Indischer Hanf) werden Haschisch und Marihuana gewonnen. Cannabis ist eine der ältesten bekannten Drogen-Pflanze der Menschheit und ist neben Alkohol die am weitesten verbreitet Rauschdroge überhaupt. Die Anbau und Produktionsgebiete reichen von den USA über Mexiko und Zentralamerika, Südamerika und Afrika bis nach Südostasien.
Als Marihuana oder "Gras" wird das Gemisch aus den getrockneten Blättern, Blüten und Stengeln der Pflanze bezeichnet, Haschisch wird aus dem Harz der in Blüte stehenden weiblichen Cannabis-Pflanze gewonnen. Das Harz wird geknetet und zu biegsamen Platten gepreßt, deren Farben von grün über rot bis braun und schwarz reichen können.

Ecstasy

Ecstasy ist eine illegale, synthetische Droge und wird in Form von Pillen, Tabletten oder Kapseln verkauft, die dann geschluckt werden. In den letzten Jahren ist es zu einer - vor allem bei Jugendlichen - weit verbreiteten Partydroge geworden.

Folgende Verhaltensweisen können auf einen erhöhten Ecstasy-Konsum hinweisen:

ERSTE HILFE

Zittern, Schweißausbrüche, Zähne mahlen, Übelkeit und Angstgefühle können Anzeichen einer Überdosierung sein. Es ist sofort ärztliche Hilfe zu holen. Es empfiehlt sich unbedingt auf Frischluftzufuhr zu achten. Lassen Sie die betroffene Person nicht allein: Streicheln, Zureden, Handhalten und Körperkontakt können hier viel bewirken. Bei Kreislaufproblemen: Beine hochlagern, Kopf zur Seite und Frischluft zuführen: auf jeden Fall einer Erstickungsgefahr durch stabile Seitenlage vorbeugen.


LSD

LSD (= Lysergsäurediethylamid), halbsynthetisches Derivat der Lysergsäure, eines Bestandteils des "Mutterkorns"; dieser Pilz aus der Klasse der Askomyzeten befällt bevorzugt bestimmte Getreideähren (z. b. Roggen und Mais).

Heroin

Heroin wird in mehreren Schritten aus Opium gewonnen (Opium ist der eingetrocknete Milchsaft der unreifen Schlafmohnkapsel).

Kokain

Kokain wird aus den Blättern des in Südamerika wachsenden Kokastrauches gewonnen. Die Blätter werden viermal im Jahr geerntet. Sie enthalten verschiedene Inhaltsstoffe, von denen das Kokain als Hauptwirkstoff extrahiert wird. Es ist als weises Pulver auf dem Markt.

Schnüffelstoffe und Lösungsmittel

Grundlage der Schnüffelstoffe sind in der Regel lösungsmittelhaltige Artikel aus dem Haushalts- und Bastelbereich, angefangen von Sprays und Nagellacken über Filzschreiber, Klebstoffe und Lacke bis hin zu Entfrostern, Insektenvertilgungsmitteln und Benzin. Diese Lösungsmittel bestehen aus leicht flüchtigen Kohlenwassestoffen oder Alkoholen. Die meisten verdunsten bei normaler Zimmertemperatur.
Da die Artikel überall erhältlich und relativ billig sind, besteht die Gefahr, daß sie gerade von Jugendlichen als Rauschmittel mißbraucht werden.

(Quelle: Broschüren der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln)

Drogenberatung im Internet    www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale/

Informationszentrale gegen Vergiftungen. Weit mehr als nur Infos über Vergiftungen, u. a. Verzeichnis der Drogenberatungsstellen in Deutschland, Sicherheitslexikon für den Haushalt, Infos Lebensmittelzusatzstoff.

Giftinformationszentren der Bundesrepublik
Deutschland



Berlin 

Landesberatungsstelle für Vergiftungserscheinungen
und Embryonaltoxikologie 
Spezialität: Kinderklinik 
Pulsstrasse 3-7 
14059 Berlin 
Tel: 030/19240 Fax: 030/32680721 


Berlin 

Virchow-Klinikum 
Medizinische Fakultät der Humboldt-Universität 
Abt. Innere Medizin 
Spezialität: Medizinische Klinik 
Augustenburger Platz 1 
13353 Berlin 
Tel: 030/450-53555 Fax: 030/450-53915



Freiburg 

Unikinderklinik Freiburg, Informationszentrale für Vergiftungen 
Spezialität: Kinderlinik 
Mathildenstrasse 1 
79106 Freiburg 
Tel: 0761/2704361(Notruf) 4300-01(Zentrale) Fax:
0761/2704457 

Göttingen 

Giftinformationszentrum-Nord 
Zentrum für Pharmakologie und Toxikologie 
Spezialität: Pharmakologisches Inistitut 
Robert-Koch-Strasse 40 
37075 Göttingen 
Tel: 0551/19240 oder 383180 Fax: 0551/399652 

Mainz 

Beratungsstelle bei Vergiftungen 
II. Medizinische Klinik und Poliklinik der Uni 
Spezialität: Medizinische Klinik 
Langenbeckstrasse 1 
55131 Mainz 
Fax: 06131/176605 

München 

Giftnotruf München, Toxikologische Abteilung der II.
Medizinischen Klinik 
rechts der Isar der TU München 
Spezialität: Medizinische Klinik 
Ismaninger Strasse 22 
81675 München 
Tel: 089/19240 
Fax: 089/4140246 

Nürnberg 

II Medizinische Klinik des städt. Krankenhauses,
Nürnberg Nord 
toxikologische Intensivstation 
Spezialität: Medizinische Klinik 
Flurstrasse 17 
90419 Nürnberg 
Tel: 0911/3982451(Gifttelefon) Fax: 0911/3982999