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Neben der Ausscheidung von Glucose mit dem Urin dient die Glucose-Konzentration im Blut als wichtige Kennzahl für den  Diabetes mellitus. Die Blutzucker-Kontrolle ist unverzichtbar für die  Diagnostik und Therapiekontrolle dieser Stoffwechselerkrankung.

Referenzwerte

Nüchternblutzucker beim Gesunden

Kapillarblut                          55 - 100 mg/dl

Venöses Vollblut                55 - 100 mg/dl

Venöses Plasma                55 - 110 mg/dl

Nüchternblutzucker bei diabetischer Stoffwechselstörung

Kapillarblut                       über  120 mg/dl

Venöses Vollblut             über  120 mg/dl

Eine Stunde nach dem Essen bei diabetischer Stoffwechselstörung

Kapillarblut                       über  200 mg/dl

Venöses Vollblut             über  180 mg/dl

Was sagt der Wert aus ?

Der Nüchternblutzucker allein ist relativ wenig aussagekräftig: Bei Diabetikern steigt der Blutzucker nach den Mahlzeiten deutlicher an als bei Gesunden. Die Ausgangswerte werden entweder mit erheblicher Verzögerung oder gar nicht mehr erreicht.


Liegt der Nüchternblutzucker unter 120 mg/dl und der Wert nach dem Frühstück über 140 mg/dl, so sollte bei Arzt ein oraler Glucose-Toleranztest zur Klärung durchgeführt werden.


Der Glucose-Spiegel ist altersabhängig

Vom 50. Lebensjahr an steigt der Nüchternblutzucker um etwa 5 mg/dl pro Dekade. Belastungen durch Zufuhr an Kohlenhydraten verstärken dieses Phänomen, so daß die Glucose-Toleranz sinkt.
Die verminderte Glucose-Toleranz hat ihre Ursache u.a. in Übergewicht und/oder eingeschränkter körperlicher Aktivität.


Um eine voreilige Selbstdiagnose "Diabetes mellitus" älterer Patienten vorzubeugen, muß man daher die entsprechenden Schwellenwerte entsprechend höher ansetzen.